Charakterisierung von PET-MarkernEin Hauptproblem bei der Charakterisierung endogener und exogener Genexpression im Zentralen Nervensystem liegt in der Blut-Hirn-Schranke. Sie verhindert den Übertritt von spezifischen molekularen Bildmarkern. Somit gelingt der Nachweis von transduzierter Genexpression gegenwärtig nur in Arealen, in denen die Blut-Hirn-Schranke gestört ist (siehe Abbildung). Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren konnten wir erstmalig Genexpression nach Vektorapplikation im Patienten zeigen, in einer gentherapeutischen Studie mit einem liposomalen Vektor, der das Suizidgen HSV-1-tk exprimiert. Die Bildmontage rechts zeigt eine Ko-Registrierung von FIAU-PET, MET-PET, FDG-PET und MRI vor (links) und nach (rechts) Vektorapplikation in ein Glioblastom. Die Region im Tumor mit spezifischer [124I]-FIAU Akkumulation (68h) nach Transduktion mit dem liposomalen, HSV1-tk exprimierenden Vektor (weißer Pfeil) weist Zeichen von Nekrose nach Therapie mit dem Zytostatikum Ganciclovir auf (verminderte Methioninaufnahme [MET] sowie reduzierter Glucosestoffwechsel [FDG] auf Höhe des Fadenkreuzes). Um auch unabhängig vom Status der Blut-Hirn-Schranke endogene und exogene Genexpression darstellen zu können, werden im Rahmen der Radiochemie verbesserte, lipophilere Nukleosidanaloga entwickelt.
Die Forschungsschwerpunkte
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