Modulation von Gehirnfunktionen bei Gesunden und Patienten - Grundlagen schaffen für neue Konzepte in der Rehabilitation von Schlaganfall-PatientenWie wirkt sich ein Schlaganfall auf die motorischen und sensorischen Funktionen des menschlichen Gehirns aus? - Diese Frage steht im Zentrum unserer Forschungsaktivitäten. Des Weiteren konzentrieren wir uns auf die Entwicklung neuer Strategien zum Wiedergewinn von Bewegungsfunktionen bei Patienten mit motorischen Defiziten.
Methoden und ProjekteFunktionelle MRT (fMRT)Wir verwenden ein Siemens Trio 3 Tesla Gerät zur Akquisition struktureller (T1, T2, FLAIR, DWI, DTI) und funktioneller (EPI: GE, SE, ASL) Bildgebungssequenzen. Zur visuellen Stimulation der Probanden steht eine Videobrille sowie ein LCD-Monitor zur Verfügung, für akustische Experimente liegt ein hochwertiges MR-Kopfhörersystem vor. Siehe auch: Kernspin-Tomographie (MRT / MRI) NeuropharmakologieUnsere Arbeitsgruppe befasst sich mit den Effekten einer pharmakologischen Stimulation auf das motorische Verhalten bei Patienten, die nach einer zerebralen Ischämie ein motorisches Defizit aufweisen. Das bessere Verständnis solcher Prozesse soll den Weg zu neuen therapeutischen Möglichkeiten ebnen. Basierend auf der aktuellen Literatur kommen als Stimulanzien die Wirkstoffe Reboxetin (adrenerg), Fluoxetin (serotonerg) und Levodopa (oder Dopaminagonisten) in Frage. Die Patienten werden in enger Kooperation mit der Neurologischen Klinik der Universität zu Köln in unsere Projekte eingebunden.
Transkranielle MagnetstimulationEin weiterer Ansatz, Hirnaktivität zu modulieren, liegt in der Kombination aus pharmakologischer Stimulation und elektrophysiologischer Intervention wie der transkraniellen Magnetstimulation (TMS). Bislang können die meisten repetitiven TMS-Anwendungen eine Änderung der kortikalen Erregbarkeit für einen Zeitraum zwischen 15 bis 60 Minuten herbeiführen, abhängig vom Stimulationsprotokoll. Die Modulation kortikaler Aktivität mit Hilfe von zentral wirksamen Pharmaka könnte daher mit elektrophysiologischen Parametern der Hirnrinde wechselwirken, was letztlich zu erhöhten und stabileren Interventionseffekten führen könnte. Solche Effekte wären auch im Rahmen eines neurorehabilitativen Ansatzes als günstig anzusehen, beispielweise in Kombination mit einem Bewegungstraining. Echtzeit-Bewegungsanalyse-SystemeWir verwenden ein Zebris CMS20S zur 3D-Echtzeit-Bewegungsanalyse. Das Messverfahren basiert auf der Laufzeitmessung von Ultraschallimpulsen, die von zirka 5 mm großen Miniatursendern zu den drei im Empfänger eingebauten Mikrofonen abgegeben werden. Die räumliche Auflösung beträgt etwa 0,1 mm, die zeitliche Auflösung (Abtastrate) 100 Hz. Die Offline-Analyse der Messdaten erlaubt die Berechnung von Bewegungsumfängen, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen und anderen kinematischen Parametern (siehe Abbildung).
Forschungsschwerpunkte
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