Onkologie: Verbesserung von Diagnostik
und Therapie maligner Tumorerkrankungen

Ein Forschungsschwerpunkt der  Arbeitsgruppe "Klinisches PET " besteht in der Verbesserung von Diagnostik und Therapie maligner Tumorerkrankungen. Ziel ist insbesondere die Optimierung moderner Therapieverfahren in der Onkologie sowie die Untersuchung der Tumorphysiologie in klinischen Studien. Hier konzentrieren wir uns vor allem auf die Entwicklung von Verfahren zur Überwachung neuer molekularer Therapieansätze.

 

Allgemeine Onkologie: Therapieversagen möglichst früh erkennen

In enger Kooperation mit der Klinik für Nuklearmedizin sowie der Medizinischen Klinik I und dem Centrum für Integrierte Onkologie werden FDG-PET und FLT-PET bei  Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) durchgeführt. Die Patienten werden mit modernen Therapieverfahren behandelt, beispielsweise Tyrosinkinase-Inhibitoren. Da jedoch nicht alle Patienten auf eine solche Behandlung ansprechen, dienen die Untersuchungen dazu, ein solches Therapieversagen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu erkennen.

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Neuroonkologie: Überwachen von Therapieeffekten mittels PET

Fig. 1 Imaging of gliomas by means of MRI and PET to demarcate biologically active tumour tissue, low- and high-grade gliomas, recurrence and radiation necrosis, and to distinguish functionally important brain areas

Untersuchungen bei Patienten mit Hirntumoren

Untersuchungen bei Patienten mit Hirntumoren erfolgen in enger Kooperation mit der Klinik für Neurologie der Universität zu Köln. Das MPI für neurologische Forschung hat langjährige Expertise in der Darstellung der biologischen Aktivität von Hirntumoren mit Hilfe der PET. Es lassen sich spezifische molekulare Prozesse lokalisieren und quantifizieren, beispielsweise die Expression zellulärer Enzyme und Rezeptoren und die Aktivität von Membrantransportern.

Verwendet werden hierzu enzym-vermittelte Anreicherung, transporter-vermittelte Konzentrierung beziehungsweise rezeptor-vermittelte Bindung radioaktiv markierter spezifischer Substrate.

Die PET erlaubt eine quantitative Analyse verschiedener metaboler Prozesse hirneigener Tumoren. Aktive Tumoranteile zeigen

  • einen relativ vermehrten Glukosestoffwechsel
  • eine erhöhte Aminosäureaufnahme und
  • eine verstärkte DNA-Synthese (siehe Abbildungen 1 und 2)

Ein wesentlicher Schwerpunkt im Bereich der Neuroonkologie besteht im Überwachen von Therapieeffekten mittels der PET. Ziel ist es, ein Ansprechen oder Nichtansprechen von modernen Therapieverfahren zu einem frühen Zeitpunkt zu erkennen (PD Dr. Schroeter, Dr. Galldiks).

 

Abb. 2: Verlaufskontrolle bei einem Patienten mit Hirntumor unter Chemotherapie und gutem Ansprechen auf die Behandlung