Regeneration zerebraler Läsionen
Unser Forschungsinteresse gilt der Regeneration zerebraler Läsionen, insbesondere des Schlaganfalls. Wir streben die Regeneration durch das Implantieren embryonaler Stammzellen an und loten damit zugleich deren therapeutisches Potential aus. Folgende Aspekte stehen dabei im Mittelpunkt:
- MRI-basierte Charakterisierung bei ischämischer Hirnläsion im chronischen Verlauf, als Grundlage für eine therapeutische Bewertung der Stammzell-Behandlung
- Inflammatorische Makrophagenaktivation nach Schlaganfall
- Einschätzung des therapeutischen Erfolges:
Dazu etablieren und validieren wir Parameter für die Outcome-Verbesserung: Einerseits werden durch die Therapie erreichte Fortschritte mit Verhaltenstests bewertet. Andererseits decken wir entscheidende Mechanismen auf, indem wir mit fMRI-Untersuchungen differenzieren zwischen Erholung des ursprünglich geschädigten Gewebeareals und plastischer Reorganisation.
Methoden
Methodisch stützen sich unsere Untersuchungen vor allem auf die
In-vivo-MRI-Daten. Darüber hinaus nutzen wir optische Bildgebung (optical imaging: OI) sowie invasive histologische und immunhistochemische Färbetechniken. Physiologische und elektrophysiologische Monitoringverfahren gehören standardmäßig zum Programm. Häufig setzen wir auch molekularbiologische Techniken ein: So werden transgene Zellen mit modifizierten Funktionen generiert und Zellen hergestellt, die ihre eigenen Reporter für In-vivo-Bildgebung erzeugen (MRI, OI).
Das Poster von Philipp Böhm-Sturm "Non-‐invasive localization and quantification of neural stem cell implants using 19F magnetic resonance imaging" überzeugte die Jury des "4th International Congress on Stem Cells and Tissue Formation". Es wurde mit dem mit 240 Euro dotierten Preis der Session "Stem cells in disease and treatment" ausgezeichnet.
Poster
mehr zum Stammzell-Kongress 2012
European Journal of Neuroscience (2011). Vol 34(3), 382-393.
"Spatio-temporal dynamics, differentiation and viability of
human neural stem cells after implantation into neonatal
rat brain"
Therese Kallur, Tracy D. Farr, Philipp Böhm-Sturm, Zaal Kokaia and Mathias Hoehn
Mit seinem Beitrag "Effect of anesthesia on functional connectivity networks of the rat brain" überzeugte Daniel Kalthoff und gewann einen der zehn ausgelobten ESMI-Posterpreisen für junge Nachwuchswissenschaftler. Aus fast 200 Arbeiten musste die EMIM-Jury auswählen.
Poster-Abstract
Poster
mehr zur EMIM-Konferenz 2011