Forschungsgruppe

Kortikale Netzwerke   Leiter:  Dr. Marc Tittgemeyer

(Cortical Networks)

Identifikation und Charakterisierung neuronaler Netzwerke

Thematischer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe Kortikale Netzwerke ist die Identifikation und Charakterisierung neuronaler Netzwerke im menschlichen Gehirn mit der Absicht, eine bessere Erklärung und Modellierung für die neuronale Basis kognitiver Funktionen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird ein integrativer Ansatz basierend auf (experimental-) psychologischen, neurobiologischen und (statistisch-)mathematischen Grundlagen verfolgt, bei dem eine breite Palette neurowissenschaftlicher Untersuchungsmethoden zur Identifikation und Validierung der Netzwerke zum Einsatz kommt. Da es primär um das Verstehen der Funktionsweise des menschlichen Gehirns geht, müssen Verfahren zur Anwendung kommen, die für eine Untersuchung an gesunden Versuchspersonen geeignet sind. Zusätzlich ist es notwendig, im Sinn eines Läsionsmodells, neben den morphologischen und systemisch funktionellen Aspekten kognitiver Funktion im gesunden Probanden auch die Möglichkeiten einer pathologischen Beeinträchtigung mit in die Modellierung einzubeziehen. Zentral für das gemeinsame Projekt ist, dass verschiedene anatomische Analyseverfahren, molekulare Bildgebungstechniken sowie tierexperimentelle Methoden eingesetzt werden, um die Modelle auf eine neurobiologische Grundlage zu stellen und um die verwendeten Methoden und ihre Resultate zu validieren. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die Zuverlässigkeit und damit für den wissenschaftlichen Wert der erzielten Erkenntnisse. Auf diese Weise soll letztlich eine Brücke zwischen den Forschungsgegenständen der Neuropsychologie, der (kognitiven) Neurologie und der Neurobiologie geschlagen werden.

 

Aktuell werden die folgenden beiden Forschungsrichtungen vorangetrieben:

Rückschluss auf anatomische Verbindungen

Funktionale Bestimmung interagierender Gehirnregionen sowie deren Modellierung