07.12.2007
Genetische Variationen des Dopamin D2 Rezeptors beeinflusst die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen.
Die selbständige Nachwuchsgruppe Kognitive Neurologie fand in Zusammenarbeit mit Forschern aus Leipzig, Gießen und Bonn heraus, dass ein beim Menschen vorkommender Einzelnukleotidpolymorphismus des Gens für den Dopamin D2 Rezeptor (DRD2 Taq IA) mit Variationen des rückmeldungsbasierten Lernens assoziiert ist.
Versuchspersonen mit einem Genotyp (A1+), der mit einer geringeren D2 Rezeptordichte assoziiert ist, nutzten in einer probabilistischen Lernaufgabe negative Rückmeldungen schlechter zum Regelerwerb als Versuchspersonen, deren Genotyp mit eine höheren Rezeptordichte einhergeht (A1-). Dagegen war das Lernen aus positiven Rückmeldungen nicht verändert. Diese Verhaltensdaten stehen im Einklang mit gleichzeitig erhobenen bildgebenden Befunden, die eine geringere Reaktivität des posterioren frontomedianen Kortex (pFMC) auf negative Rückmeldungen bei der A1+ Gruppe anzeigen. Der pFMC ist maßgeblich an der Überwachung von Handlungsergebnissen beteiligt [link in Seite der Kogn. Neurologie: „Der posteriore frontomediane Kortex (pFMC)“]. Erstmalig konnten die Forscher ein Zusammenspiel zwischen der Handlungsüberwachung im pFMC und gedächtnisrelevanten Strukturen beim rückmeldungsbasierten Lernen nachweisen. Dieses Zusammenspiel war bei Personen der A1+ Gruppe abgeschwächt.
Die Daten weisen auf eine entscheidende Rolle des Neurotransmitters Dopamin bei der Handlungsüberwachung und daraus resultierenden Lernvorgängen hin. Presseinformation der Max-Planck-Gesellschaft
14. 05. 2007
Einweihung des 11,7-Tesla-Tomographen: Stärkster Magnet Europas
Am Freitag, 18. Mai, wird das neue Hochfeld-System des In-vivo-NMR-Labors am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung feierlich eingeweiht.
Mit bildgebenden Verfahren wie der Kernspintomographie untersuchen die Kölner Forscher gesunde Prozesse und krankhafte Veränderungen im Gehirn. Der neue Magnet leistet 11,7 Tesla und ist damit 235.000-mal so stark wie das Erdmagnetfeld. Es ist das erste Gerät dieser Feldstärke in Europa. Mathias Hoehn, Leiter der Arbeitsgruppe In-vivo-NMR, erwartet höchste Empfindlichkeit für Untersuchungen zur Stammzelldynamik und funktionellen Hirnaktivation.
An der Einweihung des Tomographen nehmen unter anderem der nordrhein-westfälische Innovationsminister Andreas Pinkwart sowie Vertreter der Max-Planck-Gesellschaft und der Firma Bruker teil.
Presseinformation der Max-Planck-Gesellschaft
11.02.2007
Hochdurchsatz-Detektion von Krebsmutationen
In Zusammenarbeit mit einem internationalen Team gelang Dr. Roman Thomas, Leiter der Nachwuchsgruppe "Funktionelle Krebsgenomforschung" am Max-Planck Institut für Neurologische Forschung mit Klaus-Joachim Zülch Laboratorien der Max-Planck Gesellschaft und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln die Etablierung eines neuen Verfahrens zur massenhaften Detektion von krebsfördernden Mutationen in menschlichen Tumor-Gewebeproben. Dieses Verfahren ermöglicht erstmalig die Erstellung von "Mutations-Landkarten" menschlicher Tumore und bedeutet gleichzeitig die Möglichkeit, Tumorproben von Patienten schnell und kostengünstig (zwischen 35 und 80 Euro/ Patient) zu charakterisieren.
Presseinformation der Max-Planck-Gesellschaft
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