Inflammatorische AktivitätInflammation ist ein wesentlicher Aspekt der Läsionsentwicklung. Wir haben daher ein nicht-invasives Bildgebungsprotokoll zum Monitoring der inflammatorischen Makrophagen-Aktivität etabliert. Dabei nehmen Makrophagen in der Blutbahn systemisch applizierte MRI-Kontrastmittel auf (so genannte ultrasmall iron oxide nanoparticles; USPIOs), so dass diese Zellen selektiv für einen T2*-gewichteten MRI-Kontrast markiert werden.
Die frühe Inflammationsphase nach Schlaganfall24 Stunden nach Aufnahme der Kontrastmittel akkumulieren markierte Makrophagen in der ischämischen Randzone. Diese MRI-Befunde konnten bestätigt werden durch histologische Preussisch-Blau-Färbung zur Eisendarstellung (USPIOs!) und durch immunhistochemische ED1-Antikörper-Färbung, die für Makrophagendarstellung spezifisch ist.
Die chronische Inflammationsphase nach SchlaganfallEine weitere Studie wurde der chronischen Inflammationsphase über zehn Wochen gewidmet. Nach dieser Zeit konnten wir auf T2*-gewichteten MR-Bildern hypointense, deutlich demarkierte Regionen innerhalb der Läsion erkennen, die während der ersten zwei Wochen nicht zu beobachten waren. Diese Änderungen waren mit T2-gewichteten Aufnahmen nicht detektierbar und deshalb bisher in der Literatur nicht beschrieben. Aus immunhistochemischen Analysen ergab sich eindeutig, dass die hypointensen Regionen durch eisenhaltige Makrophagen rund um Gefäße entstanden. Es muss sich somit um eine verzögerte Gefäß-Degradation als Konsequenz des primären ischämischen Schadens handeln. Diese Gefäß-Degradation ist darstellbar durch die Aktivität von Makrophagen in ihrer direkten Nachbarschaft. Die Makrophagen phagozytieren die durch lecke Gefäße ins Parenchym austretenden Erythrozyten. Neue Möglichkeiten für die Molekulare BildgebungÜber die Bedeutung dieses neuen pathophysiologischen Zusammenhangs hinaus hat unsere Beobachtung auch wichtige Konsequenzen für die
Die Forschungsschwerpunkte
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