Forschungsgruppe

In-vivo-NMR   Leiter:  Prof. Dr. Mathias Hoehn

Regeneration zerebraler Läsionen

Unser Forschungsinteresse gilt der Regeneration zerebraler Läsionen, insbesondere des Schlaganfalls. Wir streben die Regeneration durch das Implantieren embryonaler Stammzellen an und loten damit zugleich deren therapeutisches Potential aus. Folgende Aspekte stehen dabei im Mittelpunkt:

  • MRI-basierte Charakterisierung bei ischämischer Hirnläsion im chronischen Verlauf, als Grundlage für eine therapeutische Bewertung der Stammzell-Behandlung
  • Inflammatorische Makrophagenaktivation nach Schlaganfall
  • Einschätzung des therapeutischen Erfolges:
    Dazu etablieren und validieren wir Parameter für die Outcome-Verbesserung: Einerseits werden durch die Therapie erreichte Fortschritte mit Verhaltenstests bewertet. Andererseits decken wir entscheidende Mechanismen auf, indem wir mit fMRI-Untersuchungen differenzieren zwischen Erholung des ursprünglich geschädigten Gewebeareals und plastischer Reorganisation.

Methoden

Methodisch stützen sich unsere Untersuchungen vor allem auf die
In-vivo-MRI-Daten. Darüber hinaus nutzen wir optische Bildgebung (optical imaging: OI) sowie invasive histologische und immunhistochemische Färbetechniken. Physiologische und elektrophysiologische Monitoringverfahren gehören standardmäßig zum Programm. Häufig setzen wir auch molekularbiologische Techniken ein: So werden transgene Zellen mit modifizierten Funktionen generiert und  Zellen hergestellt, die ihre eigenen Reporter für In-vivo-Bildgebung erzeugen (MRI, OI).

 

Die Forschungsschwerpunkte
im Einzelnen:

Chronische Läsionsentwicklung

Inflammatorische Aktivität

fMRI-Untersuchungen nach zerebralen Läsionen

MRI-Monitoring der Stammzell-Dynamik

Jüngste Forschungsaktivitäten:

  • In-vivo-Beschreibung des funktionellen Zellstatus
  • Funktionelle Hirnaktivation nach Schlaganfall
  • Neue Therapieansätze in der Neuroonkologie

22.05.2014

Dr. Markus Aswendt erhält DFG-Förderung zur molekularen Bildgebung der Differenzierung von neuralen Stammzellen

Die DFG fördert ein 3-jähriges Projekt zu einem revolutionären Ansatz: die Verfolgung von neuralen Stammzellen mit nicht-invasiver optischer Bildgebung. Spezielle Fluoreszenz- und Biolumineszenz-Bildgebungsreporter dienen der Unterscheidung von undifferenzierten und differenzierten Zellen in vivo. Aufbauend auf den Ergebnissen seiner Doktorarbeit erhält Markus Aswendt aus der In-vivo-NMR AG von Prof. Mathias Hoehn damit die Gelegenheit erstmals das Zellschicksal am lebenden Organismus zu verfolgen. In Kombination mit der am MPI etablierten Hochfeld-Magnetresonanztomographie wird dieses Projekt einen entscheidenden Beitrag zur Charakterisierung von neuralen Stammzelltransplantaten im Tiermodell leisten.

Publikation

European Journal of Neuroscience (2011). Vol 34(3), 382-393.

"Spatio-temporal dynamics, differentiation and viability of
human neural stem cells after implantation into neonatal
rat brain"

Therese Kallur, Tracy D. Farr, Philipp Böhm-Sturm, Zaal Kokaia and Mathias Hoehn

 

ESMI-Posterpreis 2011

Mit seinem Beitrag "Effect of anesthesia on functional connectivity networks of the rat brain" überzeugte Daniel Kalthoff und gewann einen der zehn ausgelobten ESMI-Posterpreisen für junge Nachwuchswissenschaftler. Aus fast 200 Arbeiten musste die EMIM-Jury auswählen.

Poster-Abstract

Poster

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